Spirit - Innovative Fassadentechnologie mit Glas und GFK

Spirit - Innovative Fassadentechnologie mit Glas und GFK

Fassadentechnologie der Zukunft vereint die Vorzüge von Glas und GFK. Ermöglicht großflächige Verglasungen mit kaum sichtbarer Tragstruktur.

Die 9 m hohe Fassade des Spirit-Treppenturms auf der Swissbau 2007 vermittelt einen Eindruck von den neuen Möglichkeiten, die sich im Fassadenbau aus der Kombination von Glas und GFK ergeben: großflächige Verglasungen mit kaum sichtbarer, hochisolierender Tragstruktur. Die Technologie nennt sich Composite Glazing.

Dieser neue Denk- und Konstruktionsansatz ist das Ergebnis internationaler Entwicklungszusammenarbeit. Die Universität Stuttgart steuerte die Konstruktion und Berechnung bei, die Schweizer Firma Glas Trösch die Verglasung und Verklebung inklusive der erforderlichen Tests und der dänische GFK-Profilhersteller Fiberline Composites die tragenden Pultrusionsprofile.

Dipl. Arch. ETH Ueli Moor, Leiter Beratung der Firma Glas Trösch: "Die großen Spannweiten der Demonstrationsfassade werden möglich, weil die Stärken von Glas und GFK mit der neuen Technologie voll zum Tragen kommen."

Am Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen der Universität Stuttgart zählt der Materialverbund Glas/GFK seit Jahren zu den Forschungsschwerpunkten. Die Fassade auf der Swissbau zählt zu den ersten realisierten Prototypen in realem Maßstab und liefert wertvolle Erkenntnisse für weitere Entwicklungen, so Prof. Dr.-Ing. Jan Knippers.

Glas und GFK ergänzen sich hervorragend. Durch Verkleben von Isolierglasscheiben und GFK-Profilen erhält man Bauteile mit nahezu einheitlichem Wärmeausdehnungsverhalten. Da Glas und Rahmen gemeinsam tragende Funktion haben, können Fassadenprofile mit sehr schlanken Ansichtsbreiten erreicht werden", erläutert Dr.-Ing. Stefan Peters von der Universität Stuttgart.

Das einheitliche Wärmeausdehnungsverhalten von Glas und glasfaserverstärktem Kunststoff ist ein entscheidender Vorteil, den man mit den im Glasbau bislang üblichen Materialkombinationen nicht erzielen kann. Außerdem beträgt die Wärmeleitfähigkeit von GFK nur einen Bruchteil der von Aluminium, wodurch Wärmebrücken deutlich reduziert werden können.

Fassadentechnologie für moderne Architektur

"Architekten und Fassadenbauer erhalten mit der neuen Technologie eine Vielfalt von bisher undenkbaren Gestaltungsmöglichkeiten", betont Architekt Gonzalo Guddat vom dänischen GFK-Spezialisten Fiberline Composites, der europäische Glas-, Fassaden- und Fensterbauunternehmen mit u.a. transluzenten Pultrusionsprofilen beliefert.

Kombinationen af komposit og glas muliggør i fremtiden lyse og lette facader, der kombinerer æstetik med byggemæssige fordele

Kristian Koldtoft: "Architekten sind begeistert von der Möglichkeit scheinbar endloser Glasflächen. Auch von innen wird der großzügig elegante Eindruck weder durch breite Rahmen oder Träger gestört. Außerdem lassen sich Zusatzfunktionen relativ einfach integrieren."