Fiberline Composites und Schöck AG starten Joint Venture

Fiberline Composites und Schöck AG starten Joint Venture

Im Zuge ihrer strategischen Allianz bauen die dänische Fiberline Composites A/S und die deutsche Schöck AG eine Fertigungsanlage für die bewährte Combar-Betonbewehrung aus korrosionsfreiem GFK in Halle an der Saale.

Ihre seit mehr als 15 Jahren bestehende Partnerschaft besiegeln die beiden Unternehmen nun mit einem Joint Venture. Zu Beginn dieses Jahrtausends hatten Fiberline und Schöck gemeinsam Combar entwickelt, eine korrosionsfreie, isolierende und hochfeste Alternative zu herkömmlichen Betonbewehrungen. Seither bewähren sich die im Pultrusionsverfahren hergestellten GFK-Betonbewehrungen auf immer mehr Märkten. Fiberline steht für die Fertigung und den Nordamerika-Vertrieb, und Schöck für die Vermarktung in anderen Teilen der Welt.

Nun soll die Combar-Fertigung vom Fiberline-Hauptsitz im dänischen Middelfart nach Halle verlegt und dort in einem komplett neuen Werk ausgebaut werden. Fiberline-CEO Peter Thorning: ”Im Zuge unserer ehrgeizigen Expansionspläne benötigen wir mehr Fertigungskapazität in Middelfart, weshalb wir die geplante Steigerung der Combar-Produktion in Zusammenarbeit mit unserem starken Partner Schöck in eine optimal für diesen Zweck ausgelegte Fertigungsanlage auslagern werden.

Am Standort des neuen Werks fertigt Schöck bereits eine Reihe von Bestandteilen des Bewehrungssystems, in denen Combar-Bewehrung zum Einsatz kommt. Bis zur für 2019 geplanten Inbetriebnahme des Neubaus verbleibt die gesamte Combar-Produktion in Middelfart. Anschließend wird sie nach und nach verlegt, so dass in Middelfart Fertigungskapazität frei wird für ebenfalls stark nachgefragte Produkte wie Verstärkungsprofile für WKA-Rotorblätter, Profile für Fenster, Türen und Fassaden sowie Tragwerksprofile für u.a. Brücken.

Am neuen Joint Venture ist Schöck mit 75 % und Fiberline mit 25 % beteiligt.

 
Von links: Dr. Harald Braasch, Peter Thorning und Thomas Stürzl.

2016 erzielte die Fiberline Composites A/S im zweiten Jahr in Folge einen Umsatzzuwachs von mehr als 40 %. Gleichzeitig wurde die Belegschaft fast verdoppelt. Derzeit beschäftigt das Familienunternehmen rund 300 Mitarbeiter.