GFK-Recycling heißt künftig CompoCycle

GFK-Recycling heißt künftig CompoCycle

Nun ist es amtlich, das neue GFK-Recycling-Konzept: Der erste Schritt auf dem Weg zum europaweiten Wiederverwertungssystem für glasfaserverstärkte Kunststoffe heißt von nun an CompoCycle.

Entwickelt wurde CompoCycle von dem deutschen Unternehmer Rudolf Zajons in Kooperation mit Holcim (Deutschland) AG, die in einem einzigartigen Verfahren aus GFK-Abfällen Energie und Rohstoffe für die Zementherstellung machen. Als erstes dänisches Unternehmen hat sich die Fiberline Composites A/S für die Beteiligung an dem zukunftsträchtigen Recycling-System entschieden, das für die gesamte GFK-Branche einschließlich ihrer Abnehmer große Bedeutung erlangen wird.

Die europäische Faser-Kunststoff-Verbund-Branche steht voll hinter der Lösung, da die Zementschiene als zurzeit nachhaltigste Recyclinglösung für GFK anzusehen ist. Mit ihrer stofflichen und thermischen Wiederverwertung entspricht sie der europäischen Abfallrichtlinie.

Bei Fiberline hofft Nachhaltigkeitschefin Benedikte Jørgensen, dass sich weitere Firmen beteiligen: "Fiberline hat durch CompoCycle sein Null-Deponie-Ziel fast erreicht. Die Zementlösung stellt unseres Erachtens eine einfache, saubere und äußerst nachhaltige Nutzung von GFK-Abfällen dar. Wir freuen uns über die Unterstützung durch den europäischen Verband und hoffen, dass möglichst viele Unternehmen nachziehen."

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So verfährt Zajons beim GFK-Recycling:

GFK besteht aus Glasfasern, d.h. Sand, in Duroplast-Matrix, d.h. Energie. Von beidem, Sand und Energie, benötigt die Zementindustrie ziemlich viel. GFK-Abfälle können so große Mengen primäre Rohstoffe und fossile Energie ersetzen.

1. Fiberline beliefert Zajons mit GFK-Abfällen.
2. Zajons zerkleinert die Abfälle in einem mehrstufigen Verfahren.
    Durch die Zugabe weiterer Recyclingmaterialien (Homogenisierung)
    entsteht ein einsatzfähiger Ersatzstoff für die Zementindustrie.
3. Mit der fertigen Ersatzstoffmischung beliefert Zajons ein Holcim-Zementwerk
    in Norddeutschland. Das Ergebnis ist nachhaltiger Zement.


Durch Wiederverwertung von 1000 Tonnen Fiberline-Profilen spart man auf diese Weise rund 450 Tonnen Kohle, 200 Tonnen Kalk/Kreide, 200 Tonnen Sand und 150 Tonnen Aluminiumoxid (Quelle: Holcim, 2010). Am Ende bleiben weder Staub noch Asche oder andere Restprodukte übrig.

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