Durchbruch für GFK-Brücken in Dänemark

Durchbruch für GFK-Brücken in Dänemark

Nach Festlegung dänischer Teilsicherheitsbeiwerte für Fiberline-Konstruktionsprofile im Brückenbau etc. sollen nun die Straßenbauvorschriften angepasst werden, so dass Planung und Bau von GFK-Brücken künftig wesentlich vereinfacht werden.

Obwohl bereits über 3.000 GFK-Brücken in u.a. Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und England mit Fiberline-Bauteilen errichtet worden sind, war der Bau von GFK-Brücken in Dänemark  wegen fehlender Teilsicherheitsbeiwerte bislang ein schwieriges Unterfangen. 2015 legten der Beratende Ingenieur Carsten Plum sowie Professor John Dalsgaard von der Universität Aalborg letzte Hand an die von Behörden und Bauunternehmern verlangten Teilsicherheitsbeiwerte.
 
Damit  ist der Weg frei für Straßenbauvorschriften, die den Bau von GFK-Brücken ebenso einfach gestalten wie den von Stahl- oder Betonbrücken. Bereichsleiter Erik Stoklund Larsen vom dänischen Straßenverkehrsamt betrachtet dies als einen wichtigen Meilenstein:

Wir haben Fiberlines zielstrebigen Einsatz auf diesem Gebiet mit großem Interesse verfolgt. Nun sind weitere Hindernisse ausgeräumt, so dass wir auch in Dänemark GFK auf einer Ebene mit anderen Materialien für Konstruktionen und Bauwerke einsetzen können.
Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung, als Fiberline letztes Jahr die EU-Norm/Teilsicherheitsbeiwerte für seine Konstruktionsprofile erzielte. Dies wird auch die nun anstehende Ausarbeitung von dänischen Vorgaben und Richtlinien für GFK-Brücken erleichtern
.”
 
 Auch Jan Pasfall, Vice President for Structural Profiles bei Fiberline, erwartet sich viel von den Ergebnissen der Arbeiten an den dänischen Teilsicherheitsbeiwerten:

Diese Arbeiten werden dem Einsatz intelligenter Materialien in Dänemark zum Durchbruch verhelfen, nicht nur im Brückenbau. Hohe Festigkeit bei geringem Gewicht sowie einzigartige Haltbarkeit sind genau die Eigenschaften, die wir für die geforderte Energieeffizienz und Nachhaltigkeit brauchen.”

Mit den dänischen Teilsicherheitsbeiwerten die sich auf die laufende Eurocode Normarbeit stützen, und der bevorstehenden Anpassung der Straßenbauvorschriften erhält die Fiberline Composites A/S weitere Daten und Vorgaben für ihre u.a. durch die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) des Deutschen Instituts für Bautechnik bereits gründlich dokumentierten Konstruktionsprofile. Bis zum Jahresende soll auch die CE-Kennzeichnung vorliegen.