Kirche aus GFK

Kirche aus GFK

Professor Jan Søndergaard, Architekt (MAA) und Partner bei KHR Arkitekter, erhielt für den Bau des Fiberline-Werkes in Middelfart 2007 den Dänischen Kunststoffpreis. Nun nutzt er die Erfahrungen aus diesem Projekt beim Bau der Hellig Kors Kirke (Heiligkreuz-Kirche) im seeländischen Jyllinge. Mit seiner intelligenten Kombination aus "bodenständigem" Beton und "himmlischem" GFK hebt sich der Bau vom Umfeld ab und fügt sich zugleich harmonisch in die Landschaft ein.

Faserverstärkte Kunststoffbauteile sind in Dänemark anerkanntes Kulturgut, seit das innovative Fassadenkonzept von Fiberline in der Kategorie Design in den dänischen Kulturkanon aufgenommen wurde.

Mittels transluzenter GFK-Fassadenelemente von Fiberline schuf der Architekt für die Hellig Kors Kirke eine lichtdurchlässige Fassade mit einzigartigen optischen Effekten aus Strukturen und Lichtnuancen.

Durchblick
Die gestalterische Inspiration hatte ein Mittsommerabend in der Fördelandschaft geliefert, aus der die Kirche sich nun wie ein Monolith erhebt. Derselben Stimmung und Logik folgen die einheitlich wirkenden Wand- und Dachelemente, die von außen einen Ausdruck der Ruhe vermitteln und mit ihrer Transluzens im Inneren für angenehm gedämpfte Helligkeit sorgen.

"Indem wir uns im Wesentlichen auf zwei Baustoffe in zwei entgegengesetzten U-Formen beschränken, untermauern wir die Spannweite des Baus und seiner Bestimmung. Schwerer, heller Beton für die Basis sowie leichtes und lichtes GFK für Dach- und Fassadenelemente sollen einen Kirchenraum schaffen, der Dialog und Einklang zwischen dem Himmlischen und dem Irdischen verkörpert. Rahmen und Verkleidung aus transluzentem GFK ergeben ein lichtdurchflutetes Gebäude, dessen Konstruktion allen Ansprüchen an die Statik, Energieeffizienz etc. genügt", erklärt Jan Søndergaard.

Verbindung zur Förde

Vom Roskilde Fjord aus erinnert das Bauwerk an einen Schwan, der im Gleitflug Richtung Förde schwebt. Bei Bedarf kann der Kirchenraum durch einen transparenten Fischnetz-Vorhang aufgeteilt werden. Eine Lösung, welche die Intelligenz und vielfältige Anwendbarkeit des Kirchenbaus unterstreicht.

Jan Søndergaard: "Mir geht es bei dieser Aufgabe nicht allein um die Erneuerung spiritueller Bauten, sondern auch um die Entwicklung neuer Baustoffe und Methoden sowie deren industrielle Ausrichtung auf zukünftige Aufgaben."

Modell des Kirchengebäudes, wo die Dachfenster deutlich ein großes kreuz darstellen.

Quelle: www.khr.dk