GFK-Brücke über britische Autobahn M6

GFK-Brücke über britische Autobahn M6

Kurze Bauzeit und minimale Verkehrsbehinderung waren für die britische Highway-Behörde entscheidende Argumente für den Bau einer 52 m langen GFK-Brücke über die M6 in Lancashire

"Mit dem ASSET-Brückendeckprofil von Fiberline konnten wir eine innovative Brücke bauen, die mit 2/3 des Gewichts der alten Brücke höhere Tragfähigkeit bietet und wesentlich weniger Instandhaltungsaufwand erfordert", erklärt Projektleiter Phil Davies von der Highway Agency.

Phil Davies: "Es ist zwar unsere erste Straßenbrücke aus GFK, aber wir haben mit dem Material bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt, u.a. bei der Verstärkung älterer Brückenkonstruktionen und auch mit zwei GFK-Fußgängerbrücken."

Die an Stelle einer nach 40 Jahren baufällig gewordenen Brücke eingesetzte GFK-Konstruktion entspricht mit 40 Tonnen Tragfähigkeit modernen Verkehrsansprüchen. Sie ist nicht nur leichter als eine entsprechende Stahl- oder Betonkonstruktion, sondern auch wesentlich haltbarer, da sie korrosionsfest ist und weder durch Wind und Wetter noch durch Streusalz verwittert.

Minimale Instandhaltung

"Trotz der um 5 % höheren Baukosten ist die GFK-Konstruktion aufgrund des niedrigen Instandhaltungsaufwands insgesamt günstiger als herkömmliche Brücken. Außerdem gestaltet sich die Endmontage schneller und einfacher, was ebenfalls sowohl direkte als auch indirekte Kosten spart", erklärt Phil Davies und fährt fort:

"Anhand der M6-Brücke werden wir Bauherren, Beratern und Bauunternehmern die Vorzüge des Materials demonstrieren. Die am Projekt beteiligte Bauunternehmung Balfour Beatty und die beratenden Ingenieure AmeyMouchel und Mouchelparkmann haben sich sehr positiv geäußert. Wir betrachten den Einsatz von GFK im Straßenbrückenbau bereits jetzt als vollen Erfolg."

Die Highway-Behörde will die Branche motivieren, GFK-Bauteile vermehrt einzusetzen und die Konstruktionsverfahren im Hinblick auf noch kosteneffizientere Lösungen weiterzuentwickeln. Es gelte, so Phil Davies, mehr Wissen um das Material zu verbreiten und die handwerkliche Qualität der Montage auf das Niveau industrieller Fertigungsstandards anzuheben.

Phil Davies: "Angesichts des globalen Bedarfs sehe ich große Exportmöglichkeiten. Man könnte Fertigmodule entwickeln, die weltweit zur Infrastrukturverbesserung oder zum Beispiel auch bei Katastrophen eingesetzt werden könnten."

Das Betriebsverhalten der M6-Brücke wird durch ein Netz von Messpunkten elektronisch überwacht, um Daten für künftige Planungs- und Konstruktionsstandards zu sammeln.

Für die Highway-Behörde steht schon jetzt fest, dass man den Einsatz von GFK-Bauteilen auf andere Infrastrukturbereiche ausweiten und die Vorteile des Materials bei künftigen Neuanlagen und Brückenrenovierungen im gesamten Autobahnnetz nutzen wird.

 

Durch Einsatz des Fiberline ASSET-Brückendeckprofils wiegt die neue Brücke ein Drittel weniger als die alte und zeichnet sich zugleich durch höhere Tragfähigkeit sowie minimale Instandhaltung aus