Deutschlands erste GFK-Straßenbrücke

Deutschlands erste GFK-Straßenbrücke

Faserverstärkte Kunststoffe sind ein zukunftsträchtiger Baustoff für instandhaltungsfreie Brücken. Dies zeigt die erste GFK-Straßenbrücke auf dem europäischen Kontinent in Klipphausen bei Dresden. Die Gemeinde wollte neue Wege gehen und entschied sich für eine innovative Leichtbaukonstruktion aus GFK-Profilen des dänischen Herstellers Fiberline Composites.

Die zu Europas modernsten Konstruktionen zählende Straßenbrücke hat bei gleicher Tragfähigkeit eine Reihe von Vorteilen gegenüber Brücken aus Stahl oder Beton.

Zuvor hatte die Gemeinde Klipphausen bereits gute Erfahrungen mit Fußgängerbrücken aus GFK gemacht, durch die beim Jahrhunderthochwasser im Jahre 2002 zerstörte Brücken ersetzt worden waren. Nun wagte man mit der ersten Straßenbrücke Kontinentaleuropas den nächsten Schritt.

Ein wichtiges Argument war neben der hohen Tragfähigkeit der Leichtbaubrücke vor allem die kurze Bau- und Montagezeit. Mit seiner hohen Widerstandsfähigkeit gegen Regen, Frost, Streusalz etc. gewährleistet GFK hohe Haltbarkeit bei minimalem Instandhaltungsaufwand - ein weiterer Punkt, auf den die Gemeinde Klipphausen Wert legte.

In vielen Fällen ist aus verkehrstechnischen Gründen eine möglichst kurze Bauzeit gefordert. Hier hat GFK den Vorteil des geringen Gewichts, so dass man komplett oder weitgehend vormontierte Brücken zum Aufstellungsort transportieren und in kürzester Zeit errichten kann.

Die Klipphausener Straßenbrücke wurde in zwei Segmenten angeliefert und auf der Baustelle zusammengeklebt. Anschließend wurde sie auf die vorbereiteten Betonfundamente aufgelegt und mit Bolzen fixiert. So ist es möglich die Brücke bei drohendem Hochwasser schnell zu entfernen. Die Gemeinde kann auf diese Weise ihre Brückeninvestition vor zukünftigen Hochwasserfluten schützen.